Lateinischer Name: Orion
Hellster Stern: Rigel (β Ori)
Relative Helligkeit: 0,12 mag
Hipparcos-Katalog: HIP 24436
Sichtbar am Nordhimmel: Oktober bis Mai
(Berlin [Germany], 22:00 Uhr MEZ zum 01. eines jeden Monats)
Sichtbar am Südhimmel: November bis April
(Sydney [Australien], 22:00 Uhr AEST zum 01. eines jeden Monats)
Fläche: 594 deg² (Platz: 26 von 88)
Rektaszension: 4h 43m 25s bis 6h 25m 47s
Deklination: -10° 58' 43'' bis +22° 52' 35''
Nachbarsternbilder: Zwillinge, Stier, Eridanus, Hase, Einhorn
Das Sternbild Orion
Der Orion ist ein Sternbild der nördlichen Hemisphäre. Es gilt als das Schönste aller Sternbilder, da es verhältnismäßig viele helle Sterne aufweist. Sein hellster Stern β Orionis, trägt den arabischen Namen Rigel (Fuß des Riesen). Er ist der siebthellste Stern des Himmels. Besonders interessant sind seine drei Sterne ζ Orionis (Alnitak), ε Orionis (Alnilam) und δ Orionis (Mintaka). Sie bilden den Gürtel des Orion und sind mit bloßem Auge sichtbar. Unterhalb dieses Gürtels befindet sich ein Nebelfleck, der berühmte Orionnebel (M42), der das Schwert des Riesen symbolisiert. Es handelt sich um eine Gaswolke, in deren Inneren neue Sterne geboren werden. Es ist eines der meistfotografierten Objekte des Himmels und kann bereits mit einem Fernglas beobachtet werden.
Mythologie
Viele Sagen erzählen von dem Jäger Orion. Einer Überlieferung nach soll er der Sohn des Meeresgottes Poseidon gewesen sein. Als hervorragender Jäger befreite er die Insel Chios von wilden Tieren. Er war verliebt in die Königstochter Merope. Diese wehrte seine Annäherungsversuche jedoch ab, so dass Orion sie sich eines Tages mit Gewalt gefügig machte. Zur Strafe wurde er von ihrem Vater geblendet. Mit Hilfe eines Knaben machte er sich anschließend auf den Weg nach Osten, in Richtung Sonnenaufgang. Dieser sollte ihm, gemäß der Prophezeiung eines Orakels, das Augenlicht wiedergeben können. Dort angekommen, erhielt er tatsächlich sein Augenlicht zurück und die Göttin Eos, die Göttin der Morgenröte, verliebte sich in ihn. Die Jagdgöttin Artemis, die auch in Orion verliebt war, missgönnte Eos jedoch ihre Liebe und erschoss Orion mit einem Pfeil.
Einer zweiten Überlieferung nach soll Artemis den Orion versehentlich mit einem Pfeil erschossen haben. Sie war verliebt in Orion und wollte für ihn ihr Keuschheitsgelübde brechen und ihn heiraten. Ihr Zwillingsbruder, der Gott Apollon, war jedoch gegen diese Verbindung. Eines Tages, als Orion gerade draußen im Meer schwimmen war, forderte Apollon sie auf, ihre Fähigkeiten im Bogenschießen unter Beweis zu stellen. Dazu sollte sie einen weit entfernten schwarzen Punkt treffen, der auf den Wellen schwamm. Artemis traf und musste entsetzt feststellen, dass sie Orion tödlich getroffen hatte.
Einer dritten Überlieferung nach soll der Stachel des Skorpions dem Jäger Orion den Tod gebracht haben. Allerdings gibt es über die genaueren Umstände unterschiedliche Berichte. Zum einen wird erzählt, dass der Jäger Orion der Jagdgöttin Artemis gegen Ihren Willen zu nahe gekommen ist und diese daraufhin den Skorpion schickte. Zum anderen heißt es, dass die Erdgöttin den Skorpion geschickt hat, da Orion sich anmaßte, jedes wilde Tier auf der Erde töten zu können. Beide Versionen stimmen darin überein, dass die beiden anschließend an den Himmel versetzt wurden. Sie gehen sich bis heute aus dem Weg. Immer wenn der Skorpion im Osten aufgeht, verschwindet der Orion im Westen. Taucht der Orion im Osten wieder auf, geht der Skorpion im Westen unter.